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Das Brühler Max Ernst Museum hat heute,
ein halbes Jahr vor der offiziellen Eröffnung, vorab seine Tore
für die Abschlussveranstaltung von "Ab in die Mitte!
2004" geöffnet. Die 24 Teilnehmer-Städte präsentieren ihre
Projekte; Initiatoren, Sponsoren und Fachleute aus Kommunen, Handel,
Stadtmarketing, Städtebau und Kultur diskutierten die positiven
Erfahrungen aus der diesjährigen Projektarbeit mit Kindern und
Jugendlichen, aber auch Problemfelder und mögliche
Handlungsansätze.
"Ab in die Mitte ist ein Stadtmarketing-Instrument, das sich
den jeweils aktuellen Fragen und Bedürfnissen der Stadtentwicklung
anpassen lässt", lobte NRW-Städtebauminister Dr. Michael
Vesper die Flexibilität der City-Offensive NRW. "Unsere
Städte und die Ansprüche an sie verändern sich ständig. Darauf
reagieren wir, indem der "Ab in die Mitte!"-Wettbewerb in
jedem Jahr unter einem anderen Leitthema steht. In 2004 haben wir
den Blick auf eine ganz bestimmte Zielgruppe gerichtet - die Kinder
und Jugendlichen. Sie in Stadtplanung und -entwicklung mit
einzubeziehen ist in Zeiten, in denen sich die Struktur der
städtischen Gesellschaft massiv verändert, wichtiger denn je. Wenn
die Gesellschaft weniger, älter und bunter wird, müssen wir
Familien langfristig an ihre Stadt binden. Das funktioniert nur,
wenn die jungen Menschen mitgestalten können und ansprechende
Angebote erhalten."
Vesper dankte den Mit-Initiatoren Karstadt und Kaufhof, die das
Projekt seit dem Start der Initiative 1999 mit rund sechs Millionen
Euro unterstützt haben, sowie der Medienpartnerin Bild-Zeitung, dem
EHV NRW, der LAG und dem Städtetag für ihre langjährige
Unterstützung der PPP-Initiative. Als neuen Partner begrüßte
Vesper die Deutsche Städte-Medien GmbH, die den Kreis der Sponsoren
im nächsten Jahr erweitert.
Auch die Mitinitiatoren werteten das diesjährige Motto als
Schritt in die richtige Richtung und als besondere Herausforderung.
"Die Arbeit mit jungen Menschen, deren Wünsche und
Bedürfnisse für Stadt und Handel richtungweisend sind, birgt ein
großes kreatives Potenzial, das es für die Stadtentwicklung
stärker zu nutzen gilt. Es ermöglicht zudem neue Kooperationen mit
Institutionen aus dem Kinder- und Jugendbereich", sagte Lovro
Mandac, Vorstandsvorsitzender der Kaufhof Warenhaus AG. Holger
Grabmeister, Direktor der Karstadt Warenhaus AG, betonte den Wert
eines abwechslungsreichen Veranstaltungsangebotes für die
verschiedenen Altersschichten: "Es muss spannende und
publikumswirksame Events geben, die die Massen anziehen, aber auch
unauffälligere, effektive Angebote, die Kindern und Jugendlichen
die Möglichkeit geben, sich einzubringen und die Funktionsweise
ihrer Stadt verstehen zu lernen - sei es durch Workshops, Umfragen
oder Blicke hinter die Kulissen." Nur auf diese Weise, so die
einhellige Meinung, ließe sich erreichen, dass Aktionen nachhaltig
wirkten und auch ohne finanzielle Unterstützung durch die
City-Offensive fortgeführt würden. Bislang war dies in gut der
Hälfte der beteiligten Kommunen der Fall. Das belegt eine
Evaluation des EHI-EuroHandelsinstituts aus dem Jahr 2003.
Im kommenden Jahr sollen die Städte den Fokus auf
generationenübergreifende Aktionen legen und entsprechende Ideen zu
dem erweiterten Motto "Spiel - Platz - Stadt. Stadt der
Generationen" entwickeln. "Menschen verschiedenen Alters
und unterschiedlicher Herkunft kommen nur dann miteinander in
Kontakt, wenn ein gemeinsamer Ort des Austausches vorhanden ist: die
Innenstadt", sagte Vesper. Die Bewerbungsfrist für die
Teilnahme 2005 läuft noch bis zum 20. Dezember 2004.
Bei "Ab in die Mitte!" 2004 waren folgende Städte
beteiligt: Bad Driburg, Bergkamen, Bielefeld, Bocholt, Bochum, Bonn,
Brakel, Brühl, Düsseldorf, Hamm, Herford, Herne, Herzogenrath,
Krefeld, Lage, Lüdenscheid, Lünen, Mülheim/Ruhr, Münster,
Oberhausen, Oelde, Ratingen, Unna und Wesel.
Weitere Informationen: www.abindiemitte-nrw.de |