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Die Entscheidung ist gefallen - die
Preisträger im Wettbewerb "Ab in die Mitte! Die City-Offensive
NRW" 2005 stehen fest: Die Konzepte aus Aachen, Bielefeld,
Bonn, Bottrop, Castrop-Rauxel, Essen, Horstmar, Köln, Laer, Lage,
Lippstadt, Lüdenscheid, Minden, Recklinghausen, Tönisvorst, Unna
und Wesel konnten die unabhängige Fachjury besonders überzeugen.
"Es wird immer wichtiger, die innerstädtischen Angebote an den
Wünschen und Bedürfnissen von Familien auszurichten - von den
jüngsten bis zu den ältesten Familienmitgliedern. Der
Einfallsreichtum der Wettbewerbsbeiträge war beeindruckend",
lobte NRW-Städtebauminister Dr. Michael Vesper die Qualität der 64
eingereichten Konzepte. Für die Umsetzung der Projekte 2005 stellen
das Land und die Warenhaus-Unternehmen Karstadt und Kaufhof
insgesamt eine dreiviertel Million Euro Fördermittel zur
Verfügung. Außerdem unterstützen die Bild-Zeitung, der Städtetag
NRW, die Handelsverbände LAG und EHV NRW und seit Jahresbeginn auch
die DSM Deutsche Städte-Medien GmbH die seit 1999 bestehende
Initiative für attraktive und überlebensfähige Innenstädte und
Ortszentren.
"Wir haben den Kommunen mit dem diesjährigen Motto ‚Spiel
- Platz - Stadt! Stadt der Generationen' eine anspruchsvolle Aufgabe
gestellt. Die Veranstaltungsprogramme sollen
generationenübergreifend ausgerichtet sein und die Ansprüche von
Menschen verschiedenen Alters an die Innenstädte
berücksichtigen", sagte Vesper. Auch aus Sicht der
Projektpartner Kaufhof und Karstadt haben die Familien als
Entscheider und Kunden große Bedeutung für die innerstädtische
Entwicklung und den Handel.
Für das neue Thema "Spiel - Platz - Stadt! Stadt der
Generationen" setzt die City-Offensive auf das bewährte
PPP-Prinzip: In den Städten und Gemeinden sollen sich Akteure aus
Wirtschaft, Verwaltung, Gastronomie, Kultur, Vereinen und
Bürgerschaft an den Projekten beteiligen - von der Ideenfindung bis
zur Umsetzung. Die ausgewählten Kommunen erhalten von der
Initiative eine Förderung von bis zu 60 Prozent der Gesamtkosten,
die verbleibenden 40 Prozent müssen durch städtische Eigenmittel
sowie Drittmittel (Sponsorengelder) aufgebracht werden.
Eine Kurzübersicht der Projekte: Aachen
pflegt mit "Aufgalopp für Jung und Alt - Pferde bauen
Brücken" sein Image als "Pferdestadt" und lässt die
Vierbeiner in Musicals, Ausstellungen, Kunstaktionen oder
Stadtführungen die Hauptrolle spielen. "grenzenLOS. Festival
der Generationen" heißt es in Bielefeld,
das dazu einlädt, Grenzen zu überwinden: Fassaden werden zu
bewohnten Zimmern, die City zum Campus, Kirchenglocken zu
Klangkunstwerken. Klangvoll geht es auch in Bonn
bei "Spielplatz Stadt. Konzert der Generationen" zu. Junge
und alte Bonner inszenieren und musizieren open air eine Geschichte
über die Familien der Instrumente. Junioren und Senioren in Bottrop
entdecken gemeinsam bei "Spiel-Platz-Bottrop. Stadt der
Generationen. Spiel- und Kunstlinie City" alte Straßenspiele
neu. Die City wird zur Kleinkunstbühne. Mit dem Dreiklang
"Entdecken. Gestalten. Bewegen" nimmt Castrop-Rauxel
seine City ins Visier. Planungswerkstätten entstehen und
Visionen, wie Einrichtungen besser genutzt werden können.
"Tage im Paradies" verbringen Einwohner und Besucher bald
in Essen. Es locken ein
sinnlich-paradiesisches Kulturprogramm und Events für Kleine und
Große. Visionen für eine ideale Stadt der Generationen, aber auch
musikalische Wettbewerbe und das Medium Film stehen bei "Horstmar
verbindet" auf dem Programm. Köln
auf ungewöhnliche Weise zu entdecken, in die Vergangenheit und die
Zukunft zu blicken - darum geht es bei den Aktionen zu "Kuck
mal Köln! - Kuck mal anders. Kuck mal zurück. Kuck mal nach vorn.
Mit "ZirkuLaer" - Im Dorf geht´s rund" möchte Laer
die Dorfmitte als Treffpunkt der Generationen stärken, vergessene
Orte ins Bewusstsein holen und ungewöhnliche Aktionen an
ungewöhnlichen Orten präsentieren. "Lage
am Zug - Familien machen Dampf" nutzt die Faszination des
Themas Eisenbahn auf Jung und Alt, lädt zu Genüssen in vollen
Zügen und stellt mit vielen Aktionen die Weichen für eine
familienfreundliche Stadtentwicklung. Klanglich werden bei
"Noten für Lippstadt"
die Eindrücke und Stimmungen umgesetzt, die die Einwohner mit
verschiedenen Plätzen verbinden. Eigenkompositionen der Bürger
kommen zu Gehör und Besucher haben die Möglichkeit, "Noten
für Lippstadt" zu vergeben. Der alternativen Nutzung von
"Parklandschaften" widmet sich Lüdenscheid:
Parkhäuser werden zu Erholungsräumen, Parkflächen zu
Grünflächen und Spielplätzen umfunktioniert. Spielfreude und
Begeisterung in messbare Energie umwandeln - das vollbringt Minden
mit "MINDENergie+ - Bezaubernde Menschen = Energie für unsere
Stadt". Die Bürger können bestimmen, wofür ihre Energie in
der Stadt genutzt werden soll. Recklinghausen
schafft "mittendrin - Platz für Familien" und nutzt die
Plätze der Stadt für Sport, Spiel, Theater, Konzerte und ein
großes Picknick. Rund um den Apfel drehen sich die Aktionen bei
"Neue Wurzeln für Tönisvorst".
Altersübergreifende Teams übernehmen Verantwortung für die
richtige Sortenauswahl, Anbau und Pflege eines Apfelbaumes an
bestimmten Orten der Stadt. "JungStattAltStadt II - 1000
Schritte" heißt es in Unna,
das in seiner 1000 Meter langen Fußgängerzone über 1000
Gesichter, Meinungen und 1000 Jahre Geschichte informiert, zu 1000
Träumen und Spielen einlädt und 1000 Tipps für Familien bereit
hält. Wie sich auf spielerisch-künstlerische Weise städtebauliche
und kommunikative Barrieren zwischen den Generationen und ethnischen
Gruppen überwinden lassen, zeigt schließlich das Projekt "Wesel
grenzenlos! - Dialog über Barrieren hinweg".
Weitere Informationen zum Wettbewerb in NRW finden Sie auf www.abindiemitte-nrw.de.
Zu den Internetseiten der anderen "Ab in die
Mitte!"-Bundesländer Hessen, Niedersachsen, Sachsen und Berlin
- das 2005 mit "MittendrIn Berlin" erstmals am Start ist -
gelangt man über das Portal www.abindiemitte.de. |