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Bad Salzuflen, Bielefeld, Brühl, Castrop-Rauxel, Essen, Goch,
Hagen, Hamm, Havixbeck, Herford, Krefeld, Lage, Lippstadt,
Mülheim/Ruhr, Oberhausen, Recklinghausen, Winterberg und Witten
können sich freuen: Diese Kommunen erhalten von der Initiative
"Ab in die Mitte!" ein Fördergeld, um Zentren mit Kunst-
und Kultur-Aktionen zu beleben. Im Besonderen gilt es, strategische
Allianzen zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen zu stiften,
Innenstadtbesucher an Fragen der Stadtplanung aktiv zu beteiligen
und gute Ideen und niveauvolle Veranstaltungen umzusetzen.
NRW-Städtebau-Staatssekretär Günter Kozlowksi gratulierte den 18
Preisträgern gemeinsam mit den Vorstandsvorsitzenden von Kaufhof
und Karstadt, Lovro Mandac und Prof. Dr. Helmut Merkel, im
Ruhrfestspielhaus in Recklinghausen. Reden, Führungen und
Diskussionen zum Themenschwerpunkt der City-Offensive 2006 - "BürgerUnternehmenStadt
- Handel(n) für Qualität" - bildeten den Rahmen für Rück-
und Ausblicke. Das Finanzvolumen für das Wettbewerbsjahr 2006
umfasst insgesamt rund 1, 5 Mio. Euro.
In seiner Rede hob Staatssekretär Kozlowski vor allem zwei für
die Zukunft der City-Offensive wichtige Aspekte hervor: das Lernen
aus den Erfahrungen der bisherigen Projekte und die stärkere
Einbindung von Unternehmen und Bürgerschaft in Planungs- und
Entscheidungsprozesse. "Wir müssen hin zu einem Denken, das
auf der Beteiligung möglichst vieler fußt. Beteiligung schafft
Einsicht in und Verständnis für Fragen der Stadtentwicklung",
sagte Kozlowski. Es sei zudem notwendig, auch Immobilieneigentümer
stärker zu mobilisieren.
Die 18 Preisträger im Überblick: Die 140 in Bad Salzuflen
lebenden Nationen, ihr Zusammenleben, ihre Kultur und ihre
Integration stehen bei "bunt - Eine Stadt zeigt Flagge!"
im Projektmittelpunkt. Zur Entwicklung neuer Produkte und
Serviceangebote und zum Spannen eines Netzwerkes zwischen privaten
und öffentlichen Akteuren in der Stadt lädt Bielefeld mit
dem Projekt "Pudding, Pickert und Patente -
BürgerUnternehmenStadt - Festival der Innovationen" ein. Mit
"Achtet auf Brühl! - Tut was!" ruft die Stadt
seine Bürgerschaft auf, in den Bereichen Kinderbetreuung und
Integration, aber auch musikalisch, künstlerisch und literarisch
für die Stadt tätig zu werden. Verschiedene Orte der Altstadt
rückt Castrop-Rauxel mit unterschiedlichen Themen in den
Fokus, wenn in der Leonhardstraße ein Bürger-Quartier, in einem
Bunker ein Kunst-Quartier und Ladenleerständen ein Handels-Quartier
entsteht. Das Unmögliche verwirklichen möchte Essen mit dem
Projekt "Utopia. machen". Unter anderem mit der Gründung
eines Utopiabeirates, aber auch in Ateliers und Workshops planen,
diskutieren, erleben Bürger, Unternehmer, Künstler etc., wie das
gehen kann. Wenn Plätze, Straßen, Gebäude sprechen könnten, was
würden sie sagen? Goch geht mit "SprachRäume -
Sta(d)tgespräche" dieser Frage nach, lässt Menschen mit
Erlebnissen und Geschicht(e)n zu Wort kommen.
"Blau!" ist Trumpf in Hagen. Die City wird
künstlerisch in eine museale Landschaft umgestaltet. Bürger und
Besucher tragen durch Kleidung, bzw. durch die Gestaltung der
Häuser- und Fassaden aktiv dazu bei, dass die Stadt blau (aus)sieht!
"InnenAnsichten - Bürger besetzen ihre Stadt" heißt es
in Hamm, wenn die Bürger eingeladen werden, die Stadt in
Besitz zu nehmen. Passende florale Farbtupfer, musikalische
Klangfarben und Farbgeschichte(n) prägen das Projekt "Treib' s
bunt … Havixbeck". Die Bündelung aller
innerstädtischen Kräfte strebt "Herford - alle
gemeinsam" an und startet damit eine groß angelegte
Serviceoffensive: In einem "Laboratorium" werden
Innenstadt-Visionen entwickelt. Eine Modenschau zeigt, was Herford
zu bieten hat, Car-Sharing und Kinderbetreuung gehören auch dazu.
Unter dem Titel "Ortswechsel - Raum für Ideen" werden in Krefeld
"Unorte", Leer- und Zwischenräume durch
bürgerlich-künstlerische Aktionen neu interpretiert. In Lage
steht die Gründung der "Lagenser Heinzelmännchen AG" als
Bürgeraktiengesellschaft bevor. Eine Aktie erhält, wer nicht Geld,
sondern Zeit investiert und sich für die Stadt engagiert.
"Lippstadt spinnt ... Das (gemeinsame) Netz der
Zukunft!", wenn beim "Blinddate" Händlern eine
bürgerschaftlich aktive Gruppe zugelost wird, mit der sie gemeinsam
Service- und Erlebnisangebote für den Handel entwickeln. Mit
"Wir sind Mülheim a. d. Ruhr" möchte die Stadt
die positive Identifikation der Bürger mit der Innenstadt stärken.
Mit bürgerschaftlichen sowie künstlerischen Ideen und Aktionen
wird das Bürgerquartier Bachstraße in den Fokus gerückt. Das
"DSCHUNGEL-Projekt" sorgt dafür, dass Wildnis, Wachstum,
Farbigkeit, grüne Pflanzenräume und Freiräume für neue (Geschäfts-)Ideen
in Oberhausen Einzug halten. "RElight - Recklinghausen
leuchtet" möchte städtebauliche Schwachpunkte in der City
aufdecken und unter aktiver Bürgerbeteiligung beseitigen. Beim
"Winterberger Seitenwechsel" geht es um neue Formen
des Kunden-Händler-Dialogs: Hausbesuche von Händlern oder Kunden,
die Schaufenster gestalten, fördern das Verstehen des jeweils
Anderen. In Witten schließlich wird das große musikalische
Engagement der Bürger in Chören, Instrumentalgruppen etc.
verbunden mit Aktionen für Stadt und Handel unter dem Titel "AufTakt
zum Handel(n) - Musik verbindet".
Neben den Preisträger-Kommunen nahmen an der Veranstaltung rund
350 Fachleute aus Handel, Stadtmarketing, Kultur, Architektur und
Städtebau teil. Seit 1999 setzt sich die
Public-Private-Partnership-Initiative für die nachhaltige
Attraktivierung und Belebung
Weitere Informationen: www.abindiemitte-nrw.de |