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Pressemitteilung 06.02.2006

18 NRW-Kommunen sind Preisträger im Wettbewerb "Ab in die Mitte!" 2006
Kozlowski: "Beteiligung als Chance für die Stadtentwicklung begreifen"

 

 

Bad Salzuflen, Bielefeld, Brühl, Castrop-Rauxel, Essen, Goch, Hagen, Hamm, Havixbeck, Herford, Krefeld, Lage, Lippstadt, Mülheim/Ruhr, Oberhausen, Recklinghausen, Winterberg und Witten können sich freuen: Diese Kommunen erhalten von der Initiative "Ab in die Mitte!" ein Fördergeld, um Zentren mit Kunst- und Kultur-Aktionen zu beleben. Im Besonderen gilt es, strategische Allianzen zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen zu stiften, Innenstadtbesucher an Fragen der Stadtplanung aktiv zu beteiligen und gute Ideen und niveauvolle Veranstaltungen umzusetzen. NRW-Städtebau-Staatssekretär Günter Kozlowksi gratulierte den 18 Preisträgern gemeinsam mit den Vorstandsvorsitzenden von Kaufhof und Karstadt, Lovro Mandac und Prof. Dr. Helmut Merkel, im Ruhrfestspielhaus in Recklinghausen. Reden, Führungen und Diskussionen zum Themenschwerpunkt der City-Offensive 2006 - "BürgerUnternehmenStadt - Handel(n) für Qualität" - bildeten den Rahmen für Rück- und Ausblicke. Das Finanzvolumen für das Wettbewerbsjahr 2006 umfasst insgesamt rund 1, 5 Mio. Euro.

In seiner Rede hob Staatssekretär Kozlowski vor allem zwei für die Zukunft der City-Offensive wichtige Aspekte hervor: das Lernen aus den Erfahrungen der bisherigen Projekte und die stärkere Einbindung von Unternehmen und Bürgerschaft in Planungs- und Entscheidungsprozesse. "Wir müssen hin zu einem Denken, das auf der Beteiligung möglichst vieler fußt. Beteiligung schafft Einsicht in und Verständnis für Fragen der Stadtentwicklung", sagte Kozlowski. Es sei zudem notwendig, auch Immobilieneigentümer stärker zu mobilisieren.

Die 18 Preisträger im Überblick: Die 140 in Bad Salzuflen lebenden Nationen, ihr Zusammenleben, ihre Kultur und ihre Integration stehen bei "bunt - Eine Stadt zeigt Flagge!" im Projektmittelpunkt. Zur Entwicklung neuer Produkte und Serviceangebote und zum Spannen eines Netzwerkes zwischen privaten und öffentlichen Akteuren in der Stadt lädt Bielefeld mit dem Projekt "Pudding, Pickert und Patente - BürgerUnternehmenStadt - Festival der Innovationen" ein. Mit "Achtet auf Brühl! - Tut was!" ruft die Stadt seine Bürgerschaft auf, in den Bereichen Kinderbetreuung und Integration, aber auch musikalisch, künstlerisch und literarisch für die Stadt tätig zu werden. Verschiedene Orte der Altstadt rückt Castrop-Rauxel mit unterschiedlichen Themen in den Fokus, wenn in der Leonhardstraße ein Bürger-Quartier, in einem Bunker ein Kunst-Quartier und Ladenleerständen ein Handels-Quartier entsteht. Das Unmögliche verwirklichen möchte Essen mit dem Projekt "Utopia. machen". Unter anderem mit der Gründung eines Utopiabeirates, aber auch in Ateliers und Workshops planen, diskutieren, erleben Bürger, Unternehmer, Künstler etc., wie das gehen kann. Wenn Plätze, Straßen, Gebäude sprechen könnten, was würden sie sagen? Goch geht mit "SprachRäume - Sta(d)tgespräche" dieser Frage nach, lässt Menschen mit Erlebnissen und Geschicht(e)n zu Wort kommen.

"Blau!" ist Trumpf in Hagen. Die City wird künstlerisch in eine museale Landschaft umgestaltet. Bürger und Besucher tragen durch Kleidung, bzw. durch die Gestaltung der Häuser- und Fassaden aktiv dazu bei, dass die Stadt blau (aus)sieht! "InnenAnsichten - Bürger besetzen ihre Stadt" heißt es in Hamm, wenn die Bürger eingeladen werden, die Stadt in Besitz zu nehmen. Passende florale Farbtupfer, musikalische Klangfarben und Farbgeschichte(n) prägen das Projekt "Treib' s bunt … Havixbeck". Die Bündelung aller innerstädtischen Kräfte strebt "Herford - alle gemeinsam" an und startet damit eine groß angelegte Serviceoffensive: In einem "Laboratorium" werden Innenstadt-Visionen entwickelt. Eine Modenschau zeigt, was Herford zu bieten hat, Car-Sharing und Kinderbetreuung gehören auch dazu. Unter dem Titel "Ortswechsel - Raum für Ideen" werden in Krefeld "Unorte", Leer- und Zwischenräume durch bürgerlich-künstlerische Aktionen neu interpretiert. In Lage steht die Gründung der "Lagenser Heinzelmännchen AG" als Bürgeraktiengesellschaft bevor. Eine Aktie erhält, wer nicht Geld, sondern Zeit investiert und sich für die Stadt engagiert.

"Lippstadt spinnt ... Das (gemeinsame) Netz der Zukunft!", wenn beim "Blinddate" Händlern eine bürgerschaftlich aktive Gruppe zugelost wird, mit der sie gemeinsam Service- und Erlebnisangebote für den Handel entwickeln. Mit "Wir sind Mülheim a. d. Ruhr" möchte die Stadt die positive Identifikation der Bürger mit der Innenstadt stärken. Mit bürgerschaftlichen sowie künstlerischen Ideen und Aktionen wird das Bürgerquartier Bachstraße in den Fokus gerückt. Das "DSCHUNGEL-Projekt" sorgt dafür, dass Wildnis, Wachstum, Farbigkeit, grüne Pflanzenräume und Freiräume für neue (Geschäfts-)Ideen in Oberhausen Einzug halten. "RElight - Recklinghausen leuchtet" möchte städtebauliche Schwachpunkte in der City aufdecken und unter aktiver Bürgerbeteiligung beseitigen. Beim "Winterberger Seitenwechsel" geht es um neue Formen des Kunden-Händler-Dialogs: Hausbesuche von Händlern oder Kunden, die Schaufenster gestalten, fördern das Verstehen des jeweils Anderen. In Witten schließlich wird das große musikalische Engagement der Bürger in Chören, Instrumentalgruppen etc. verbunden mit Aktionen für Stadt und Handel unter dem Titel "AufTakt zum Handel(n) - Musik verbindet".

Neben den Preisträger-Kommunen nahmen an der Veranstaltung rund 350 Fachleute aus Handel, Stadtmarketing, Kultur, Architektur und Städtebau teil. Seit 1999 setzt sich die Public-Private-Partnership-Initiative für die nachhaltige Attraktivierung und Belebung

Weitere Informationen: www.abindiemitte-nrw.de 

Für Rückfragen:

Imorde, Projekt- & Kulturberatung GmbH, Schorlemerstr. 4, 48143 Münster, Ansprechpartnerin: Verena Schlinkert, 
Tel.: 0251-52093-15
Fax: 0251-52093-33
E-Mail: info@imorde.de 
Internet: www.abindiemitte.de

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