| Gemessen an den Erwartungen
der Einzelhändler für das zweite Halbjahr 2006 ist man mit den
Umsätzen Ende 2006 in vielen Einzelhandelsgeschäften zufrieden. So
berichten zwei von fünf Händlern (41 Prozent) über gestiegene
Umsätze, etwa jeder Vierte (24 Prozent) erreichte sein
Vorjahresniveau. Dass der konjunkturelle Aufschwung sich jedoch erst
langsam im Einzelhandel bemerkbar macht lässt das Drittel (35
Prozent) der Händler erkennen, das Umsatzrückgänge hinnehmen
musste. Zu diesem Ergebnis kommt die im Einzelhandel durchgeführte
Konjunkturumfrage im Frühjahr 2007 in Nordrhein-Westfalen.
Präsident Friedrich G. Conzen: "Die
Auswirkungen der Mehrwertsteuererhöhung werden noch einige Monate
spürbar sein. Der erhöhte Steuersatz behindert das Durchschlagen
der positiven konjunkturellen Entwicklung auf den Konsum und wird
auch noch vereinzelt zu Preissteigerungen führen. Der Einzelhandel
war zum Jahreswechsel bemüht, Preiserhöhungen für den Verbraucher
möglichst zu minimieren. Auf Dauer können die Händler das
angesichts der geringen Gewinnmargen jedoch nicht durchhalten."
Für die nächsten Monate bleiben die Erwartungen zunächst noch
verhalten. Knapp ein Drittel (29 Prozent) rechnet jeweils mit
Umsatzsteigerungen bzw. Umsatzeinbußen, zwei von fünf (42 Prozent)
Geschäftsführer gehen von einem stagnierenden Umsatzvolumen aus.
Auf dem Arbeitsmarkt könnte das erste Halbjahr eine leichte
Entspannung bringen. Mit 15 Prozent der Einzelhändler rechnen etwas
weniger als noch im zweiten Halbjahr 2006 mit einem
Beschäftigungsrückgang, von einer Mehrbeschäftigung geht man
jedoch nach wie vor nur in jedem zehnten Geschäft aus.
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Ansprechpartner: Rainer Gallus. |