| Die Stimmung der
Verbraucher ist zunehmend positiv, meldet die Gesellschaft für
Konsumforschung aus Nürnberg. Hohe Erwartungen hinsichtlich der
konjunkturellen Entwicklung schüren die Hoffnung auf steigende
Einkommen und stärkten somit die Bereitschaft zu neuen
Anschaffungen. Im Ergebnis resultiere daraus nach langer
Durststrecke ein sich scheinbar deutlich erholendes Konsumklima.
In den Einzelhandelsumsätzen ist vom Wandel des Konsumklimas
derzeit jedoch noch kein deutliches Signal auszumachen. Die jüngsten
Zahlen des Statistischen Bundesamtes bestätigten dies: Im März
waren nach vorläufigen Ergebnissen real nur Umsatzsteigerungen von
0,5 Prozent (im Vergleich zum Vorjahresmonat) zu verbuchen, das
erste Quartal 2007 schloss mit einem Rückgang von real minus 1,2
Prozent.
Betrachtet man den Indikator des GfK-Konsumklimas und dessen
aktuellen Einzelwerte genauer, erklärt sich der scheinbare
Widerspruch. So liegt der Wert für die Anschaffungsneigung mit
minus 6,5 Punkten nach wie vor im negativen Bereich und der leicht
positive Indikator für das Konsumklima (4,4 Punkte) nährt sich überwiegend
aus hohen Einkommens- und Konjunkturerwartungen (29,6 Punkte bzw.
61,0 Punkte). Der Blick auf die Detailwerte bestärkt also das Gefühl
der Einzelhändler, bislang kaum von der konjunkturellen Entwicklung
zu profitieren. Der GfK-Konsumklima-Indikator gibt aber zumindest
Hoffnung auf ein Durchschlagen des konjunkturellen Auftriebs auf den
Konsum und damit auf den Einzelhandel. |