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Düsseldorf, 24.08.2007

Landesdelegiertenversammlung bekräftigt Forderung auf Nachbesserung der Unternehmensteuerreform

 

 

Die vorgesehene Besteuerung von Mieten, Pachten und Leasingkosten wird den Einzelhandel besonders stark treffen", so Präsident Friedrich G. Conzen auf der Landesdelegiertenversammlung des Einzelhandelsverbandes Nordrhein-Westfalen, die zu Ehren des 100-jährigen Bestehens des Einzelhandelsverbandes Ostwestfalen-Lippe in diesem Jahr in der Ravensberger Spinnerei in Bielefeld stattfand. Eine Befragung der Einzelhändler soll das Ausmaß der erwarteten Belastung verdeutlichen und auf die dringende Notwendigkeit einer Nachbesserung bei der Unternehmensteuerreform belegen.

Zur konjunkturellen Lage berichtete Conzen, dass die Umsätze im Jahr 2006 nur geringfügig anstiegen, so dass real Verluste hingenommen werden mussten. Für das laufende Jahr wird ein Umsatzplus von 1,5 Prozent angestrebt, was jedoch als sehr ehrgeiziges Ziel gesehen werden muss. Noch immer macht sich der konjunkturelle Aufschwung nicht in den Kassen der Einzelhändler bemerkbar. Die stabilere Arbeitsmarktsituation und die wirtschaftliche Entwicklung hat den Konsumenten scheinbar noch nicht ausreichend überzeugen können, um seine Kauflust auch in eine Kaufaktivität umzusetzen. Die Mehrwertsteuer hat ihr Zusätzliches als Konsumbremse getan und über Umsatzeinbußen hinaus dort zu einer Verringerung der Gewinnspannen geführt, wo Preiserhöhungen nicht oder nur geringfügig auf dem Markt durchsetzbar sind.

Zum Thema "Demographischer Wandel; Herausforderung und Chance für Stadtentwicklung und Einzelhandel" referierte Frau Pof. Dr. Dr. Ursula Lehr, Bundesministerin a.D. Eindrucksvoll wies sie in einer Mischung aus Fakten und Erfahrung darauf hin, dass die Konsequenzen einer sich verändernden Bevölkerungsstruktur vielfach immer noch nicht realisiert würden, jedoch gleichermaßen Herausforderung und Chance für jede Stadtentwicklung und auch den Einzelhandel ins sich berge. "Und der Einzelhandel - genauer: eine jede Branche - hat sich zu fragen: Wer sind die Kunden von morgen? Wie spreche ich sie an? Was sind deren Wünsche und Bedürfnisse?", so Prof. Lehr. Eine Liste mit zahlreichen Anregungen hinterließ sie in den Köpfen der Zuhörerschaft, die von altersgerechter Warenbeschriftung über Hol- und Bringdiensten bis zur Sicherstellung von Handläufen an Treppen reichte.

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Ansprechpartner: Rainer Gallus

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