| Auf der Tagesordnung des
internen Teils der Landesdelegiertenversammlung des
Einzelhandelsverbandes NRW am 14. September in Kleve stand
turnusmäßig der Punkt ‚Wahlen'. Jeweils mit großer Mehrheit im
Amt bestätigt wurden hierbei Präsident Friedrich G. Conzen
(Düsseldorf) und die Vizepräsidenten Gerd Pieper (Herne)
und Hermann Tepe (Münster). Zum weiteren Vizepräsidenten
wählte die Versammlung Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting
(Düsseldorf) sowie zum neuen Schatzmeister Jörg Hamel
(Düren).

Bild: F.G. Conzen: Alter und neuer Präsident des EHV NRW
Dem zwölfköpfigen neuen Präsidium gehören außerdem an: Jürgen
Bessel (Essen), Hans-Jürgen Klems (Dortmund), Dr.
Ines Knauber-Daubenbüchel (Bonn), Michael Radau
(Münster), Claudia Runte (Iserlohn), Falk Tonscheidt
(Duisburg) und Reinhard-Dieter Wolf (Bielefeld).
Mit Dank und Anerkennung aus dem Amt verabschiedet wurden die
bisherigen Präsidiumsmitglieder Friedhelm Lori (Hagen), Lovro
Mandac (Köln) Karl-Heinz Stamm (Geilenkirchen) und Axel Vosschulte
(Dortmund).
Von den tarifgebundenen Teilnehmern der
Landesdelegiertenversammlung in Kleve ebenfalls neu gewählt wurden
die Mitglieder des Sozialpolitischen Beirats (Sopo NRW).
Sopo-Vorsitzender Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting erklärte
seine Bereitschaft, bis zum Ablauf der derzeit laufenden Tarifrunde
an der Spitze der Tarifkommission zu verbleiben. In seinem
Sachstandsbericht zeigte der Vorsitzende sich überzeugt, dass der
Flächentarifvertrag - abhängig von der Qualität des Inhalts -
eine weiterhin sinnvolle Gestaltungsform der Arbeitsbedingungen in
der Branche bleibe; es sei richtig, verbindliche Mindeststandards
für alle Beschäftigten des Einzelhandels zu definieren und diese
dem Wettbewerb zu entziehen. Andererseits erklärte Dr. von
Leoprechting, er teile uneingeschränkt die Kritik, dass speziell
die Gewerkschaften im Handel bis heute eine Modernisierung der
Tarifverträge weitgehend verhindert hätten.
Breiten Diskussionsraum auf der Landesdelegiertenversammlung nahm
der vom Hauptverband vorgelegte Endbericht der
HDE-Strukturreformkommission in Anspruch. Die Gremien der
nordrhein-westfälischen Einzelhandelsorganisation werden sich in
den nächsten Wochen und Monaten noch intensiv mit den weit
reichenden Reformvorschlägen befassen.
Einstimmig verabschiedete die Landesdelegiertenversammlung einen
Antrag des Einzelhandelsverbandes Kleve, wonach die Landesregierung
aufgefordert werden soll, gemeinsam mit Kammern und Verbänden
Rahmenbedingungen zur Realisierung von ‚Business Improvement
Districts' (BIDs) in den Städten Nordrhein-Westfalens zu
entwickeln. |