Der private Konsum hat die Wirtschaftsentwicklung im letzten Jahr mit einer Steigerung von 0,4 Prozent gestützt. Zu diesem Ergebnis kommt die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK Nürnberg). Besonders der robuste Arbeitsmarkt und eine niedrige Inflationsrate haben für eine bis September steigende Anschaffungsneigung gesorgt.
Zu Beginn des Jahres 2010 gehen die Verbraucher in Deutschland davon aus, dass sich der Erholungsprozess der Wirtschaft weiter fortsetzt, allerdings mit abgeschwächter Dynamik. Konsumenten und Experten rechnen im laufenden Jahr allerdings mit einer Verschlechterung auf dem Arbeitsmarkt. Auch die Preisentwicklung für das Gesamtjahr wird weniger optimistisch beurteilt, obwohl die Rabattaktionen des Handels zu Jahresbeginn für eine steigende Anschaffungsneigung sorgten.
Staatliche Konjunkturpakete wie die Erhöhung des Kindergelds beziehungsweise des Kinderfreibetrags sowie die verbesserte Absetzbarkeit von Krankenversicherungsbeiträgen werden den Verbrauchern im Jahr 2010 Entlastungen bringen. Gleichzeitig drohen aber eine etwas höhere Inflation und diverse Mehrbelastungen durch Krankenkassenzusatzbeiträge und steigende kommunale Gebühren. Für das Jahr 2010 rechne man mit einer Stagnation beim Konsum der Privathaushalte. |